Das Reifenprofil wird häufig noch weniger beachtet, als der Reifen an und für sich. Mit dem Profil wird die Haftung auf der Fahrbahn bestimmt. Von dieser Haftung hängt nicht nur das Leben der Fahrzeuginsassen ab, sondern auch das anderer Verkehrsteilnehmer. Weiterhin werden die Sparsamkeit und der Fahrkomfort durch das Profil entscheident beeinflusst.
Reifenwechsel: Fehler vermeiden
Image via Wikipedia
Unabhängig von den unterschiedlichen Profilen für unterschiedliche Wettersituationen ist bei allen zu beachten, daß die Profile eine Laufrichtung haben. Sollten die Reifen mit der entgegengesetzten Fahrtrichtung montiert worden sein, sofort runter vom Gas. Die Bodenhaftung ist fast aufgehoben, der Wagen kann aus der Kurve rutschen. Ein Fehler, der leider auch in Fachwerkstätten passiert. Achten Sie nach einem Wechsel immer darauf.
Ansonsten beeinflussen die unterschiedlichen Profile die Sparsamkeit im Abrieb und natürlich auch beim Benzinverbrauch. Bei der Geräuschentwicklung spricht nicht nur die Materialmischung ein wichtiges Wort, sondern auch das Profil.
In der Hauptsache unterscheiden wir drei Profile. Für Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen. So hat jeder Reifen die Aufgabe die Feuchtigkeit zwischen Autoreifen und Fahrbahn zu entfernen. Ob bei Regenwetter oder Bodennebel die Verhinderung von Aquaplaning oder im Winter die Glätte durch Matsch, Schnee und Eis.
So ist jedes Reifenprofil ein Kompromiss zwischen den jeweiligen Witterungserfordernissen und den damit verbundenen Fahrbahneigenschaften auf der einen Seite und Ökologie und Ökonomie auf der anderen Seite. Leider gelingt nicht jedem Hersteller ein vernünftiger Kompromiss. Durch Testergebnisse, wie sie vom ADAC veröffentlicht werden können aber auch Laien das richtige Profil finden.
Reifenprofil messen
Aber nicht vergessen, entgegen den gesetzlichen Vorschriften verlieren die Profile von Sommerreifen schon bei 4 mm Profiltiefe ihre Grifffestigkeit. Nur mit dem richtigen Profil, den richtigen Grip für allzeit gute Fahrt!